GESANGVEREIN FEUCHT 1862 e.V.

Mitglied im Fränkischen Sängerbund - Sängerkreis Hersbruck - Sängergruppe Schwarzachtal
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Der Verein und seine Geschichte

Mit 12 Mann fing alles an

Der Gesangverein Feucht wurde 1862 als Männergesangverein Feucht von 12 sangesfreudigen Männern im Gasthaus "Zur Krone" (heute Sparkasse) in Feucht gegründet.
Als Dirigent stellte sich Lehrer Meier aus Schwarzenbruck zur Verfügung, als Vorstand wurde Herr Forstgehilfe Veigel und Herr Dr. Neunteufel, beide aus Feucht, gewählt.
Die Gesangsproben fanden Anfangs im Gasthaus "Zur Krone" und später im "Rupprechtschen Saale" (heute Gasthof Bernet) statt. Der Markt Feucht zählte zu dieser Zeit etwa 600 Einwohner und der Männergesangverein war der erste Verein überhaupt, der in Feucht gegründet wurde. Insoweit haben die Sänger in Feucht auch ein Stück Geschichte der Marktgemeinde geschrieben.

Bereits 1865 wurde eine Fahne angeschafft, die damals 600 Gulden ( ca. 500,-€) gekostet hat.
Diese Fahne ist auch heute noch unsere Vereinsfahne, die wir 19XX für xxxx,- DM restauriert haben.
Die folgenden Kriegsjahre ab 1866, vor allem aber 1870/71 gingen am Verein nicht spurlos vorüber und die Mitgliederzahl verringerte sich erheblich.
Zu dieser Zeit gab es in Feucht aber auch schon einen Schützenverein, der vermutlich in Personalunion vom Vorstand des Männergesangvereins geführt wurde, und dem auch viele Mitglieder des Gesangvereins angehörten. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurde deshalb vereinbart, beide Vereine vorübergehend zusammenzuschließen.
Dass der Gesangverein trotzdem selbstständig blieb, geht daraus hervor, dass er nach dem Zusammenschluß im Jahre 1877 - lt. Mitteilung des Bay. Staatsarchivs - im Verzeichnis der unpolitischen Vereine des Bezirksamtes Altdorf eingetragen war.
Wann sich dann die Sangesbrüder wieder ganz vom Schützenverein getrennt haben, ist nicht belegt.
In einem Protokoll vom 1.6.1891 ist jedenfalls festgehalten, dass der Gesangverein wieder auf eigenen Füßen steht und z.Zt. 30 Mitglieder hat
.Lehrer Hedenus war damals Chorleiter und Schriftführer und Nikolaus Schmidt der Vorstand.

Mit 80 Mitgliedern ins 20. Jahrhundert

10 Jahre später 1901 zählte der Verein bereits 80 Mitglieder, der Männerchor wurde immer leistungsfähiger und für die Proben stand schon ein Piano zur Verfügung . sodass man auch erstmals mit Konzerten an die Öffentlichkeit gehen konnte. In den Statuten (heute Satzung) die sich der Verein damals gab, steht im §1:
"Der Männergesangverein mit seinem Sitz in Feucht hat den Zweck : Förderung und Vervollkommnung des Männergesangs und speziell Erhöhung des geselligen Vergnügens durch denselben im Verein".

1903 trat der Verein dem Fränkischen Sängerbund bei.
1912 feierte der Männergesangverein dann sein 50 jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert, das von den Dirigenten Lehrer Vonend und Lehrer Zang gut vorbereitet wurde und das auch vom Vertreter des FSB lobende Anerkennung fand.
Am 29.3.1914 veranstaltete der Verein ein Frühjahrskonzert und nahm mit einer Abordnung im Juli am XII Fränkischen Sänger-Bundesfest teil.

Trotz Weltkrieg und Inflation: Der Verein hat überlebt

Der kurze Zeit später ausgebrochene 1. Weltkrieg brachte dann das Vereinsleben zum Erliegen.
Nach den schrecklichen Kriegsjahren fand am 12.12.1918 unter Chorleiter Lehrer Zang wieder die erste Singstunde statt und schon 1920 zählte der Verein bereits wieder 46 Sänger und 109 passive Mitglieder.
In den folgenden Jahren verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage im Lande ganz dramatisch, und diese Entwicklung ging natürlich auch an den Vereinen nicht spurlos vorüber. Vor diesem Hintergrund ist auch ein Vorschlag der Vorstandschaft des TSV Feucht 04 vom 16.2.1922 zu sehen, dass sich "gleichgesinnte und auf gleicher Grundlage stehende Vereine" zwecks Überbrückung von finanziellen Schwierigkeiten zu einer Gesamtverwaltung zusammenschließen. Dieser Vorschlag wurde jedoch vom MGV in der Mitgliederversammlung vom 2.3.1922 abgelehnt. Im folgenden Jahr wurde der Verein auf eine harte Probe gestellt. Im Protokoll heißt es darüber ganz kurz: "Das Jahr 1923 war im Nachgang zu den Kriegsjahren 1914-1918 das schlimmste Vereinsjahr, das unser Verein zu überstehen hatte. Durch treues Zusammenhalten von 15 Mitgliedern wurde auch dieses Inflationsjahr glücklich überstanden".

In der folgenden Zeit konnte die Vereinsarbeit kontinuierlich weitergeführt werden und die Mitgliederzahl stieg wieder auf 54 aktive - und 122 passive Mitglieder, Chorleiter war Lehrer Stefan Fischer und 1926 wurde das vierbändige Liederbuch des DSB angeschafft und damit eine gute Grundlage für die Probenarbeit - aber auch für Konzerte geschaffen.
Am 17.5.1931 wurde in Ochenbruck im Saal des Gasthauses Hart ein Frühjahrskonzert unter der Leitung von Chorleiter C.A.Hoffritz veranstaltet, das für den Verein ein voller Erfolg wurde. Der damalige Bundeschorleiter, Herr Fritz Binder,Nürnberg, zollte den Feuchter Sängern dafür im "Bayerischen Sänger" vom 15.7.1931 höchstes Lob.
Am 2.9.1931 sang der Chor dann - ebenfalls unter der Leitung von C.A.Hoffritz in der "Stunde des Chorgesangs" im Bayerischen Rundfunk.
Im Katharinenbau in Nürnberg wurde zusammen mit den Männergesangvereinen "Frankonia 1875 e.V." und "Hans Sachs 1892 e.V." am 25.11. 1934 ein Konzert unter dem Titel "Stadt und Land - Hand in Hand" durchgeführt, das in der Nürnberger Presse und in der "Fränkischen Sängerzeitung" anerkennende Kritik fand.

Um den Chorgesang zu bereichern, wurde auf Anregung des Chorleiters im Verein 1934/35 ein gemischter Chor gegründet, der bereits am 7.4.1935 in einem Frühjahrskonzert sein Können unter Beweis stellte. Dass der gemischte Chor trotz schöner Erfolge bereits zwei Jahre später wieder aufgelöst wurde, war hautsächlich durch die damalige politische Entwicklung begründet.

Den immer mächtiger werdenden politischen Kräften konnten sich auch die Mitglieder des MGV - und das galt auch für alle anderen unpolitischen Vereinen - nicht entziehen.
Und wieder brachte ein Weltkrieg Schrecken, Not und Leid über die Bevölkerung und damit auch über die Sängerfamilien und mit Ende des Krieges war alles öffentliche Leben und natürlich auch das Vereinsleben vollständig erloschen.

Nach 1945 waren alle Feuchter Vereine im Volksbildungsverein vereint

Obwohl die Zukunft für die glücklich heimgekehrten Sangesbrüder hoffnungslos erschien, war ihnen die Freude am Singen erhalten geblieben und so versammelte eine kleine aber treue Sängerschar wieder im Gasthaus "Zur Krone" zusammen. Allerdings war ein "normales Vereinsleben" noch nicht möglich, stattdessen erlaubte die US-Militärregierung damals nur einen "Volksbildungsverein", in dem der Turnverein, der Fußballclub, der Privatmusikverein, der Volkstrachtenverein und der Männergesangverein je eine Unterabteilung bildeten.

Im Rahmen dieser Vereinigung konnte endlich wieder mit den Proben begonnen werden und wieder war es Rektor Stefan Fischer, der sich als Chorleiter zur Verfügung gestellt hat. Unter seiner Leitung fanden auch die ersten Chorkonzerte nach dem Krieg - z.T. in Gemeinschaft mit dem Privatmusikverein - im Bernet-Saal statt.

Im November 1948 konnte der Volksbildungsverein aufgelöst werden und der Männergesangverein nahm wieder seinen alten Namen an. Jetzt gab es wieder einen Männergesangverein Feucht 1862. Herr Karl Fischer wurde damals zum ersten Nachkriegsvorstand gewählt.
Bereits 1950 zählte der Verein wieder 67 Sänger und 110 passive Mitglieder, die Chorleitung übernahm wieder C.A. Hoffritz und die erste größere Aufgabe nach dem Kriege war die aktive Beteiligung an der 600-Jahrfeier der Marktgemeinde Feucht.
1952 feierte der Verein dann unter Vorstand Hans Lutz im Bernet-Saal mit einem Festkonzert, Festkommers und Festball sein 90-jähriges Bestehen. Herr Rektor Lebegern, Erlangen, 1.Vorsitzender des FSB übermittelte am Festabend persönlich die Glückwünsche des Fränkischen Sängerbundes und lobte den hohen Leistungsstand des Männerchores.
1957 wurde unter C.A. Hoffritz erneut ein Konzert mit einem gemischten Chor veranstaltet. Die Sängerinnen kamen vorwiegend von den beiden Kirchenchören und wiederum scheiterte der Versuch, einen eigenen gemischten Chor im Verein zu gründen.
Ein Jahr später, 1958, wurde Hermann Löbel als Nachfolger von Hans Lutz zum 1. Vorstand gewählt.

FORTSETZUNG FOLGT